Gemeinde Muckendorf-Wipfing

Bürgerinformation am 30.10.2012

Bürgermeister Hermann Grüssinger und sein Team hatten eingeladen und ca. 50 Personen waren gekommen um sich über die Tätigkeit der Gemeinde seit der Gemeinderatswahl 2010 zu informieren.

Die ZuhörerInnen konnten von Bgm. Hermann Grüssinger, GGR Ing. Wolfgang Ranharter und Vbgm. Leopold Laber Details über schon fertiggestellte Projekte – wie Straßenbau, Wasserleitungsbau, Gemeindefriedhof, Park+Ride-Platz beim Bahnhof und den neuen Multifunktionsplatz beim Sportplatz erfahren.

Vbgm. Leopold Laber erläuterte dann die Gründe für den gleichzeitigen Beginn der derzeit aktuellen Projekte Neubau Feuerwehrhaus und Amtshaus näher: neue steuerliche Gegebenheiten hätten den Bau durch Wegfallen des bisher möglichen Vorsteuerabzugs erheblich verteuert, weshalb der Baubeginn vor dem 1. September 2012 stattfinden musste.

Architekt DI Wolfgang Stachl stellte wissenswerte planerische Details für beiden Gebäude vor, die nach neuesten technischen Erkenntnissen energiesparend und nachhaltig errichtet werden.

Vbgm. Leopold Laber lieferte dann noch die Finanzierungsinformationen dazu und betonte, dass unsere Gemeinde diese Investitionen gut finanzieren kann.

Anschließend brachte Bgm. Hermann Grüssinger einen Überblick über die Finanzen unserer Gemeinde.
Fazit: Trotz der stark gestiegenen Belastungen des Gemeindebudgets durch Umlagen wie Krankenanstaltenbeiträge, Sozialhilfeumlage, Beiträge zur Jugendwohlfahrt und zum Roten Kreuz und Schulumlagen gelingt es mit Hilfe der aufgrund des Bevölkerungszuwachses ebenfalls gestiegenen Ertragsanteile des Bundes und durch gutes Wirtschaften jedes Jahr, dem außerordentlichen Haushalt bedeutende Summen zuzuführen, die dann in die Infrastruktur investiert werden können.

Seitens des Landes werden die Bauvorhaben unserer Gemeinde sehr positiv beurteilt und auch entsprechend gefördert.

Durch unseren überdurchschnittlich starken Bevölkerungszuwachs wurde die Überarbeitung unseres früheren örtlichen Entwicklungskonzeptes erforderlich und daraus wird ersichtlich, dass in den nächsten Jahrzehnten mit einem beachtlichen Zuwachs speziell an Kindern zu rechnen sein wird.

Das ist auch jetzt bereits spürbar und aus diesem Grund wird es bis 2014/15 schon notwendig sein, eine weitere Kindergartengruppe zu errichten, denn es sollen alle 2,5jährigen Kinder aufgenommen werden können.

Diese könnte auf dem Areal neben dem Haus der Generationen errichtet werden, wo in weiterer Folge weit vorausblickend bei Bedarf auch die Möglichkeit bestünde eine als Turnsaal benützbare Veranstaltungshalle und eine Volksschule anzugliedern.

Kurz wird die Errichtung des Lärmschutzwalles südlich entlang der Franz-Josef-Bahn in Richtung Langenlebarn erwähnt, dessen Errichtung von den angrenzenden Grundstückseigentümern finanziert wird.

Ein weiteres Thema ist die Verkehrssituation in Muckendorf-Wipfing. Um von aktuellen Zahlen ausgehen zu können, wurden in den Monaten Juli bis Oktober auf der B14, in der Schulgasse, der Hafenstraße, der Hauptstraße und am Seeweg Messungen vorgenommen.

Daraus ist zu sehen, dass die Ortsdurchfahrt Muckendorf tatsächlich ein extrem belastetes Gebiet ist, wo täglich mehrere Tausend Fahrzeuge Lärm und Abgase verbreiten, der Großteil der Verkehrsteilnehmer jedoch die vorgeschriebenen Höchstgeschwindigkeiten nicht überschreitet.

Auf einigen Folien wurde gezeigt, wie sich der Verkehr durch Königstetten und auch in den umliegenden Orten bis zum Jahr 2020 mit/ohne Umfahrung voraussichtlich entwickeln wird. Dabei wird nicht damit gerechnet, dass die Verbindungsstraße zwischen Muckendorf und Königstetten wesentlich stärker befahren wird, als das durch die normale Zunahme des PKW-Verkehrs der AnrainerInnen der Falls sein wird.

Die anwesenden UmfahrungsgegnerInnen argumentierten mit Zerstörung der Umwelt, Abwertung der Wipfinger Grundstücke und schlecht durchdachter Weiterführung der Straße durch Wolfpassing (“Nadelöhr”) und teilten mit, dass ihnen die zuständige Abteilung beim Land NÖ weitere Verkehrszählungen zugesagt hat, die wegen derzeitiger Baustellen bis zu deren Fertigstellung aufgeschoben werden.

Im Anschluss meldete sich noch Alois Gerstenmayer zum Thema “Mobilfunkmast“ zu Wort und fordert einmal mehr die Versetzung des Mastes. Bgm. Grüssinger verwies auf die flächendeckende Verbreitung von Mobilfunkantennen und darauf, dass dieses Problem nicht von unserer Gemeinde alleine zu lösen ist. Drei von einander unabhängige Mess-Institutionen haben außerdem festgestellt, dass die Belastung durch die vom Mast ausgehenden Strahlen unterdurchschnittlich ist.

Trotz zeitweise aufgeregter Diskussion ging die Veranstaltung dann noch bei meist sachlichen persönlichen Gesprächen beim anschließenden Umtrunk zu Ende.

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Die Präsentationsfolien zum Download

buergerinformation_2012.pdf - 7 MB

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